Weinanbaugebiete
Nahe • Pfalz • Rheingau • Rheinhessen • Saale-Unstrut • Sachsen • Württemberg
Nahe im Überblick
Geographische Lage:
Von der Mündung der Nahe flussaufwärts bis kurz vor Kirn; an den
Nebentälern des Guldenbachs, des Gräfenbachs, der Glan und der
Alsenz
Klima:
Ausgeglichen, mild und frostarm
Böden:
Quarzit- und Schieferböden an der unteren Nahe; Prophyr, Melaphyr und
Buntsandstein an der mittleren Nahe; Verwitterungsböden und Tonüberlagerungen
aus Sandstein, Löß und Lehm bei Bad Kreuznach
Rebfläche:
ca. 4.150 ha, 1 Bereich, 6 Großlagen, 310 Einzellagen
Rebsorten:
Riesling, Müller-Thurgau, Dornfelder, Silvaner, Scheurebe, Kerner, Bacchus,
Ruländer Vermarktung:
überwiegend direkt an Endverbraucher, teilweise über Handel und
Gastronomie, etwa 10% Export
Die facettenreiche Nahe-Region bietet vorzügliche Bedingungen für exzellente Weine. Milde Temperaturen und viel Sonne schaffen ein hervorragendes Klima.
An der Nahe wachsen auf etwa 4.150 Hektar Rebfläche Rebsorten wie Rivaner, Silvaner und Riesling. Auch die Spielarten des Burgunders sowie Kerner, Scheurebe, Portugieser und Dornfelder sind hier zu Hause. Ursache für die Vielgestaltigkeit der Nahe-Weine ist eine bewegte Erdgeschichte. Durch vulkanische Beben und beim Einbruch des Nahe-Grabens, wurde in Jahrmillionen der Untergrund ständig durchgeschüttelt. Deshalb ändert sich an der Nahe oft alle hundert Meter die Beschaffenheit des Bodens, jede Formation verändert den Geschmack des Weins ein wenig. Obwohl bereits die Römer hier Wein anbauten, wurde die Nahe erst 1971 zum eigenständigen Anbaugebiet.
Die Nahe ist nicht nur wegen des guten Weins, sondern auch wegen der Kurmöglichkeiten bekannt: Bad Kreuznach, Bad Münster am Stein und Bad Sobernheim sind beliebt Orte der Ruhe und Entspannung. Aber auch außerhalb des Kurbetriebes ist Bad Kreuznach mit seinen einzigartigen Brückenhäusern und den zahlreichen Erinnerungen an die Römerzeit einen Ausflug wert. Das romantisch im Talkessel gelegene Bad Münster am Stein-Ebernburg ist bekannt für seinen mittelalterlichen Markt, die Burg und Ritterspiele. Und wer erst einmal einen Blick vom Rotenfels - übrigens die höchste Steilwand in Deutschland - geworfen hat, weiß, warum die Menschen hier so stolz auf ihre Nahe-Region und deren Weine sind.
Der Nahewein ist weder laut noch leise: Wer ihn erst einmal funkelnd im
Glas genossen hat, dem öffnet sich die Tür zur reichhaltigen Welt
feinster Geschmacksfacetten. Es wundert daher nicht, dass Naheweine mehr
und mehr den Siegeszug zur Weltspitze antreten. Nahewein gilt schließlich
nicht umsonst als ein Edelstein über die Grenzen Deutschlands hinaus.
Text- und Bildquelle:
Deutsches Wein-Institut GmbH
www.deutscheweine.de

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