Weinanbaugebiete
Nahe • Pfalz • Rheingau • Rheinhessen • Saale-Unstrut • Sachsen • Württemberg
Pfalz im Überblick
Geographische Lage:
Südlich von Worms bis an die französische Grenze und von den Hängen
des Pfälzer Waldes bis in die Rheinebene
Klima:
Hoher Anteil an Sonnentagen; Temperaturmittel bei 11 Grad
Böden:
Buntsandstein, kalkhaltige Lehm- und Tonböden, Mergel- und Keuperböden,
eingestreuter Muschelkalk; Granit-, Porphyr- und Schiefertoninseln
Rebfläche:
ca. 23.400 ha, 2 Bereiche, 25 Großlagen, 323 Einzellagen
Rebsorten:
Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Silvaner, Weißburgunder, Dornfelder,
Portugieser, Spätburgunder
Vermarktung:
ca. 20% Export, ein Drittel Direktvermarktung an Endverbraucher, ca. 50% über
Weinhandel und Genossenschaften über Fach- und Lebensmittelhandel
Die Pfalz hat viele Superlative: Das größte Weinfass der Welt und den ältesten Wein der Welt, aber auch die erste und bekannteste Weinroute, die Deutsche Weinstraße.
Dass in der Pfalz besonders viel und gerne gefeiert wird, ist bekannt. Unter den zahlreichen Weinfesten verliert der Besucher leicht den Überblick, deshalb eine Empfehlung: der Erlebnistag Deutsche Weinstraße, bei dem stets am letzten Sonntag im August die Straße für Autofahrer gesperrt und zur 85 Kilometer langen Genießermeile wird.
Aber auch ansonsten wartet die Pfalz mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf: Neben dem Pflichtbesuch der Zentren Bad Dürkheim, Neustadt und Landau sowie den malerischen Winzerdörfern sind Abschweifungen zu den Burgen und Burgruinen, nach Freinsheim, dem "pfälzischen Rothenburg", oder Annweiler am Trifels zu empfehlen. Und wer oberhalb von Eschbach zur Madenburg, einer der schönsten Burgruinen im Lande, aufsteigt und hinab Richtung Rheinebene schaut, erblickt einen sattgrünen Reichtum: Reben, so weit das Auge schauen kann.
Das Hauptaugenmerk der Winzer in diesem rund 23.400 Hektar umfassenden Anbaugebiet liegt inzwischen auf klassischen Rebsorten, allen voran der Riesling. Er dominiert mit etwa zwanzig Prozent Rebflächenanteil, doch auch die Burgundersorten sind stark im Kommen. Immer wichtiger werden die Rotweine, darunter als besondere pfälzische Erfolgsgeschichte der Dornfelder, der seit einigen Jahren für Furore sorgt. Er hat den Portugieser als gängigste Rotweinsorte abgelöst. Auch Spätburgunder und Regent werden immer beliebter.
Schließlich ist auch die Nachbarschaft zu Frankreich überall spürbar, nicht zuletzt in der Vorliebe der Pfälzer für gutes Essen. Entlang der deutschen Weinstraße haben sich inzwischen Spitzenköche etabliert, die mit der regionalen Küche experimentieren und einen Besuch lohnen.
Text- und Bildquelle:
Deutsches Wein-Institut GmbH
www.deutscheweine.de

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