Weinanbaugebiete
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Franken im Überblick
Geographische Lage:
Zwischen Aschaffenburg und Schweinfurt an den südwärts gerichteten
Talhängen des Mains und seiner Nebenflüsse
Klima:
ü
berwiegend kontinental mit trockenen, warmen Sommern und kalten Wintern
Böden:
Verwitterungsböden des Urgesteins und Buntsandsteins im Mainviereck
in Unterfranken und Spessart, Lehm-, Löß- und Muschelkalkböden
im Maindreieck bei Wertheim und Miltenberg, Keuperböden im Bereich Steigerwald.
Rebfläche:
ca. 6.100 ha, aufgeteilt in 3 Bereiche, 23 Großlagen, 216 Einzellagen.
Rebsorten:
Müller-Thurgau, Silvaner, Bacchus, Kerner, Scheurebe, Riesling, Spezialitäten
wie Rieslaner und Spätburgunder
Vermarktung:
Der Direktverkauf ab Weingut oder Winzergenossenschaft ist in Franken recht
hoch. 80 % der Weine werden im Umkreis von 250 km verkauft, vor allem in
Bayern. Vermarktung im Fachgroß- und Einzelhandel und im Lebensmittelhandel
ausserhalb des Gebiets durch Genossenschaften und größere Weingüter.
Der Bocksbeutel, eine bauchige Flasche, ist das Markenzeichen des Frankenweins. Ursprünglich durften nur Weine aus Würzburg darin abgefüllt werden, heute steht die markante Flaschenform für eine ganze Region.
Die Franken sind stolz auf die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die
schöne Landschaft und ihre reichhaltige Geschichte, der man bei einer
Reise durch dieses Weinanbaugebiet auf Schritt und Tritt begegnet. Mittelalterlich
kommt Miltenberg daher mit seinem jahrhundertealten Stadtbild. Die Franken-Metropole
Würzburg steht ganz im Zeichen des Barock, mit dem Kaisersaal der Fürstbischöflichen
Residenz als prachtvollem Aushängeschild und den dort alljährlich
stattfindenden Barockfesten. In Volkach, dem Zentrum des fränkischen
Weinbaus, lohnt es sich, das 1544 erbaute "neue" Rathaus oder das
Schelfenhaus zu besichtigen.
Die Liste ließe sich beliebig fortführen, gibt es doch entlang
der zahlreichen Weinstraßen noch viele kleine Orte und Städtchen
mit prächtigen Bauwerken und gemütlichen Restaurants, die bei einem
Glas Frankenwein zum Verweilen einladen.
Silvaner und Franken - eine untrennbare
Einheit
Auf einer Rebfläche von etwa 6.100 Hektar wachsen "fränkisch-trockene
Weine", übrigens ein geflügeltes Wort unter Winzern und Weinkennern.
Und genauso sind Silvaner und Franken für Genießer eine untrennbare
Einheit. Wohl in keinem anderen Anbaugebiet kann die Silvanerrebe so sehr
zeigen, was in ihr steckt. Durch die Arbeit innovativer Weinmacher entstehen
Weine von Weltformat. Schon Kurt Tucholsky empfand Frankenwein als "tief
und rein wie ein Glockenton" und bedauerte, dass man eine solche Köstlichkeit "nicht
streicheln kann".
Der Silvaner ist unumstritten Frankens König. Aber auch fränkischer
Müller-Thurgau, modern und fruchtig im hellen Bocksbeutel, macht Furore.
Klassiker sind Riesling, Weißburgunder und Bacchus, die auf den geschützten
Steillagen entlang des Mains bestens gedeihen.
Rotweine gewinnen in Franken zunehmend an Bedeutung. Vom Untermain rund um
Klingenberg und Bürgstadt über Würzburg und die Mainschleife
bei Volkach bis hinüber an die Westhänge des Steigerwaldes wachsen
Spätburgunder und Schwarzriesling. Verbreitet sind auch die Rebsorten
Portugieser, Dornfelder und Regent.
Text- und Bildquelle:
Deutsches Wein-Institut GmbH
www.deutscheweine.de

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